Nachtflug macht Schule

Hier finden Sie einen Mailentwurf, mit dem Sie sich an Schulleitungen  wenden  können. Bitte denken sie daran, dass Sammeln auf dem Schulgelände ohne Einwilligung der Schulleitung nicht möglich ist. Lesen sie bitte auch die Anmerkungen eines ehemaligen Schulleiters weiter unten dazu.

Musterbrief

Dringende Bitte um Ihre Unterstützung des Berliner Volksbegehrens zum BER-Nachtflugverbot

Sehr geehrte Schulleiterin, sehr geehrter Schulleiter,

diese Mail ist keine Werbemail, bitte nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um sie zu lesen. Vielen Dank!

Die Deutsche Herzstiftung verweist auf den grundsätzlichen Zusammenhang zwischen Fluglärmbelastung und der Häufigkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und fordert daher ein striktes Nachtflugverbot von 22.00 Uhr abends bis 6.00 Uhr früh. Das fordert auch das Bundesumweltamt in seiner „Lärmfachlichen Bewertung der Flugrouten für den Verkehrsflughafen Berlin Brandenburg (BER)“.

Lärm gefährdet vor allem unsere Kinder und Jugendlichen, ihre Lernfähigkeit und ihre Gedächtnisfunktionen leiden besonders unter einer nächtlichen Fluglärmbelastung, das ist nachgewiesen. Ungestörter Schlaf ist eine unabdingbare Voraussetzung für ihre gesunde Entwicklung.

Trotzdem darf nach der BER-Eröffnung bis 24.00 Uhr nachts und ab 5.00 Uhr früh geflogen werden. Fünf Stunden Nachtruhe sind aber viel zu wenig!

Bitte unterstützen Sie deshalb das Berliner Volksbegehren, mit dem ein generelles Nachtflugverbot zwischen 22.00 Uhr abends und 6.00 früh durchgesetzt werden soll. Motivieren Sie bitte Ihre Kolleginnen und Kollegen sowie Ihre sonstigen schulischen Mitarbeiter/-innen, sich an diesem Volksbegehren mit ihrer Unterschrift zu beteiligen. Nach einer Gesamtkonferenz oder einer Dienstbesprechung z. B. können Sie Ihr Kollegium und Ihre sonstigen Mitarbeiter/-innen ohne größeren Aufwand schnell und gut informieren.

Vielleicht besteht ja auch in Ihrem Schulsekretariat die Möglichkeit, Unterschriftslisten auszulegen, damit sich die Eltern Ihrer Schüler/-innen dort eintragen können. Das Plakat zum Volksbegehren fügen wir deshalb dieser Mail bei. Sollten Sie einen Elternsprechtag oder Elternversammlungen bis zum 23. Sept. planen, wäre ein „öffentlicher“ Aushang mit der Möglichkeit zur Unterschrift besonders wirkungsvoll. Bitte helfen Sie uns mit!

Unterschriftsberechtigt sind alle, die mindestens 18 Jahre alt sind (also Ihre Schüler/-innen in der Regel nicht!) und hauptwohnsitzlich seit mindestens 3 Monaten in Berlin gemeldet, also in Berlin wahlberechtigt sind. Die von nächtlichem Fluglärm hoffentlich dann verschonten Kinder und Jugendlichen werden es Ihnen danken.

Unterschriftenlisten und Material finden Sie auf der Homepage von http://www.aufwachen-berlin.de. Die Seite wird von 25 Bürgerinitiativen für ein Nachtflugverbot aus Berlin und Brandenburg unterstützt. Hier können sie auch Sammellisten ausdrucken. Die Sammellisten müssen dann nur noch in der erforderlichen Stückzahl kopiert/gedruckt werden. Nach dem Sammeln der Unterschriften können diese Formulare dann per Fachpost an Ihr zuständiges Bezirkswahlamt geschickt werden, so dass Ihrer Schule tatsächlich nur Kopierkosten entstehen. Die Listen müssen bis spätestens 28. September dem Bezirkswahlamt vorliegen.

 Wir danken Ihnen im Voraus für Ihre Unterstützung. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Max Mustermann

Volksbegehren Nachtflugverbot an Berlins Schulen

Anmerkungen eines ehemaligen Schulleiters

Das oben stehende Schreiben ist an die Leitungen der Schulen und Seminare gerichtet und nicht an einzelne Lehrkräfte. Selbstverständlich muss die Schulleitung vom Anliegen Kenntnis haben und die Genehmigung dafür erteilen. „Wildes Sammeln“ ist aus gutem Grund an Schulen verboten – sei es auch für einen guten Zweck wie das Volksbegehren.

Die politische Willensbildung, folglich auch politische Aktionen innerhalb einer Schule, müssen immer ausgewogen, sprich unparteiisch, sein. Das ist bei einem „offiziellen“ Volksbegehren der Fall.

Wenn wie beim Volksbegehren Nachtflugverbot der „Dienstweg“ über die Schulleitung eingehalten wird, sehe ich grundsätzlich überhaupt keine Probleme. Kein Lehrer, kein unterschriftsberechtigter Schüler, keine Eltern werden zur Abgabe ihrer Unterschrift gezwungen, keiner wird manipuliert. Zusätzlich können sich Schulleitungen auch mit ihrer Schulaufsicht kurzschließen, bevor sie zum Beispiel das Auslegen von Listen für das Volksbegehren erlauben.

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